Herzschrittmacher

Ein Herzschrittmacher wird eingesetzt, wenn die elektrische Tätigkeit des Herzens nicht mehr ausreicht. Die Ursachen können auf verschiedenen „Etagen“ des Herzens liegen (Sinusknoten, AV-Knoten, His-Bündel etc). Die Operation erfolgt in der Regel in lokaler Betäubung. Dank hoch entwickelter Technik wiegen die Schrittmacher nur noch 20g und werden unterhalb des Schlüsselbeins platziert. Die Elektroden (isolierte „Kabel“) verlaufen „unsichtbar“ innerhalb der Venen in das Herz.
Je nach Störung benötigt das Herz Impulse in der Herzkammer oder im Vorhof (Einkammer-Schrittmacher) oder sowohl im Vorhof als auch in der Kammer (Zweikammersystem). Nach 8-10 Jahren wird die Herzschrittmacherbatterie ausgetauscht. Bei Herzschwäche wird eine Resynchronisations-Therapie empfohlen, die die Pumpleistung des Herzens stabilisiert und optimiert. Hier wird die dritte Elektrode in eine Vene an der linken Herzkammer implantiert. Schwere Herzrhythmusstörungen, die von den Herzkammern ausgehen, benötigen einer speziellen Herzschrittmacher–Versorgung:

AICD

Der Automatische Implantierbare Cardioverter-Defibrillator limitiert schnelle (tachykarde), lebensbedrohliche ventrikuläre (von der Herzkammer ausgehende) Rhythmusstörungen durch ein Elektroschock. Parallel werden starke herzrhythmusstabilisierende Medikamente auf die Dauer verabreicht. Jeder Herzschrittmacherträger erhält einen „Schrittmacher-Ausweis“, der immer mitgeführt werden sollte.

Das alltägliche Leben wird durch den Schrittmacher nicht beeinflusst. Allerdings sollten starke magnetische Felder gemieden werden (Kernspintomograph, Sicherheitsschleuse im Flughafen etc.) Das benutzen von schnurlosen Telefonen und Mobiltelefonen ist möglich.